3-2-1 heiss! Citizen Science zu Hitzeinseln

Dieses Projekt gewann den: K3-Klimakommunikationspreis 2023 in der Kategorie "Bürger:innen-Preis"

Bisherige Durchführungen: 

Hitzeinseln in urbanen Gebieten

Das Phänomen der sogenannten Hitzeinseln in dicht bebauten Gebieten tritt aufgrund des Klimawandels immer häufiger, länger und intensiver auf. Diese sind für die Bevölkerung nicht nur unangenehm, sondern auch eine gesundheitliche Belastung. Das Citizen Science Projekt „3-2-1-heiss!“, initiiert vom Kanton Aargau, Departement Bau, Verkehr und Umwelt, widmet sich dieser Thematik. Bewohner:innen verschiedener Gemeinden und Städten messen auf Spaziergängen die Temperaturen ihrer Umgebung mit mobilen Sensoren. 

Die Teilnehmenden erfassen an gemeinsam festgelegten Orten Temperaturwerte mit Messgeräten von Sensirion. Zusätzlich halten sie ihre Eindrücke zur gefühlten Temperatur in der 3-2-1 heiss! App von NOA fest. 

Das Projekt erlaubt es, Hotspots und Coolspots im Siedlungsgebiet festzustellen und diese mit der subjektiven Wahrnehmung der Teilnehmenden zu vergleichen. An einem Schlussworkshop mit Glacéplausch werden die Ergebnisse vorgestellt und Massnahmen zur Aufwertung der Gemeinde diskutiert. 

Aktive Beteiligung der Bevölkerung

„3-2-1-heiss!“ setzt auf die aktive Beteiligung der Bevölkerung in verschiedenen Schritten: Beim Festlegen der zu vermessenden Orte, beim Erfassen der Temperaturen und bei der Diskussion der Resultate. Daten werden so spürbar, sichtbar und für zukünftige Siedlungsplanung verfügbar gemacht. 

Dies fördert nicht nur das Bewusstsein für die Hitzethematik und den Klimawandel, sondern auch die Gemeinschaft, indem es Einwohner:innen, Gemeindeverantwortliche und Politiker:innen zusammenbringt. In Workshops diskutieren sie gemeinsam Lösungsansätze zur Hitzeminderung und entwickeln Ideen für kühle öffentliche Aufenthaltsorte. Zudem wählt die Bevölkerung den angenehmsten Ort ihrer Gemeinde. 

Gemeinsam Lösungen erarbeiten

Die gesammelten Daten des Projekts „3-2-1-heiss!“ werden ausgewertet und bilden die Grundlage für die Diskussionen am Schlussanlass. 

Die aus diesen Diskussionen hervorgegangen Ideen zur Aufwertung öffentlicher Orte fliessen gemeinsam mit den Ergebnissen in den Schlussbericht ein. Der Schlussbericht wurde den teilnehmenden Gemeinden zugestellt, die nun auf diesen für ihre weitere Siedlungsplanung zurückgreifen können. 

Aargau: 

Die gesammelten Daten des Projekts „3-2-1-heiss!“ wurden auf einer Online-Karte veröffentlicht und vom Projektteam ausgewertet. 

Stadt Zürich: 

Im Zürcher Pilotprojekt haben Senior:innen des Kreis 4 auf Spaziergängen mit mobilen SENSIRION-Sensoren die Temperaturen ihrer Umgebung gemessen. Die gewonnenen Erkenntnisse fliessen in die zukünftigen Anstrengungen zur Hitzeminderung der Stadt Zürich ein. Zudem wurde der angenehmste Ort des Kreis 4 gewählt.

Luzern: 

In acht Luzerner Gemeinden machten sich 100 Privatpersonen und 12 Schulklassen auf die Spur der Hitze im Siedlungsraum. Mit Sensoren ausgestattet, sammelten sie 2699 Datenpunkte zu Temperatur und Temperaturempfinden und dokumentierten die Daten in der 3-2-1 heiss!  App.  Die Ergebnisse wurden mit Gemeindevertreter:innen diskutiert, um Massnahmen für kühlere Orte abzuleiten. 

Zurück zur Übersicht
321 heiss plakat
1755524614815
2026 321heiss Luzern 1
2026 321heiss Luzern 2